Dokumentarfilm. Eine Studie über das Wirtschaftsverhältnis zwischen Entwicklungsländern und Industrienationen, entwickelt am Beispiel einer Agrargenossenschaft in Obervolta. Für den europäischen Markt werden Bohnen auf riesigen Monokulturen angepflanzt und damit der Anbau dringend nötiger Grundnahrungsmittel weitgehend verdrängt. Die kritische Quintessenz des Films wird durch verwirrende dramaturgische Effekte und allzu plakative Symbolhaftigkeit weitgehend geschwächt.
Dokumentarfilm. Der Dokumentalfilmregisseur Thomas Mitscherlich setzt sich mit seinem Vater, dem 1982 gestorbenen Psychoanalytiker A. Mitscherlich, auseinander: "Über mich, meinen Vater Alexander und ein wenig über die Bundesrepublik." (Thomas Mitscherlich) Über die Darstellung der Vater-Sohn-Problematik hinaus ein Versuch zur Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Entwicklung in der BRD. Eine nicht immer taktvoll wirkende Mischung aus Spielszenen, experimentellen und konventionellen Dokumentarszenen.
Spielfilm. Eine junge Frau hat den Zugang zu ihrem Gedächtnis verloren. Die Technik moderner Labore macht es möglich, sie auf eine Traumreise der Erinnerung zu schicken. Ihr Gehirn wird mit einem Computer vernetzt, der sie mit Video-Aufnahmen aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, mit Urlaubs- und Familienbildern, wie sie jeder kennt und die dennoch zu einem unvergeßlichen Teil der eigenen Erinnerung werden, weil sie jederzeit abrufbar sind. Mit Mitteln des Stummfilms und Techniken aus dem Video-Zeitalter erzählt der Film eine Geschichte über den Einbruch der Medien in das individuelle Gedächtnis. (Quelle: Hamburger Filmbüro, Filme aus Hamburg. Hamburg: Februar 1993) Uraufführung: Metropolis, Hamburg, 9/1994.